Die Maiausgabe

hat das Thema "Psychische Belastungen"Zur Maiausgabe

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Europa neu begründen!

Europa neu begründenDen Marsch in den Ruin stoppen! Die Krise durch Solidarität und Demokratie bewältigen! Dazu rufen Wissenschaftler und Gewerkschafter auf. Zum Aufruf...

Zeitbombe Arbeitsstress - Befunde, Strategien, Regelungsbedarf

Die Zeitbombe Arbeitsstress tickt. Jede/r zweite Beschäftigte leidet heute unter starkem Zeit- und Termindruck. Arbeitszeiten laufen wieder aus dem Ruder. Chronische Erschöpfung, Burnout & Co. machen sich breit. Depressionen und andere psychische Erkrankungen haben dramatisch zugenommen. Doping am Arbeitsplatz gehört zum Alltag. Die exzessiv vernutzte Arbeitskraft wird zum Wegwerfartikel. Sie soll viel leisten und möglichst wenig kosten. Aufschwung – das ist vor allem die Konjunktur der schlechten, unsicheren Jobs.

www.gute-arbeit-praxis.de.

Video zu Gute Arbeit

Lothar Schröder und Hans-Jürgen Urban zu Gute Arbeit: Video als Flash- oder MP4-Film starten.

 

 

 

 

 

 

 

Neu im Mai 2012

Psychische Belastungen: Lackmustest für die Arbeitsqualität

Einerseits mehr Konkurrenz und Druck im Arbeitsleben, andererseits weniger Stabilität durch prekäre Jobs und soziale Kälte. Das verunsichert die Menschen und macht sie anfälliger für Krankheiten. Es sind vor allem die Arbeitsbedingungen und die sozialen Verhältnisse am Arbeitsplatz, die psychische Beschwerden und Erkrankungen wie Burnout, Depressionen und Angststörungen auslösen. Ein Missverhältnis zwischen Leistung und Anerkennung, zwischen Einsatz und Ausgleich, Kränkungen, Überforderung sowie rücksichtslose Chefs schädigen die seelische und körperliche Gesundheit. Immer mehr Psychiater, Psychotherapeuten und ihre Verbände geben übereinstimmend an: Das Effizienzdiktat in der Arbeitswelt und die vielen Burnout-Fälle seien Anlass genug, die Qualität der Arbeitsplätze und die moderne "Kultur" der Arbeit kritisch zu überprüfen. – Das ist ein nachdrückliches Plädoyer für einen ganzheitlichen Arbeitsschutz, den die Gewerkschaften fordern. Arbeitszeiten, die Arbeitsorganisation und die Arbeitsintensität gehören in den Fokus. Konsequenzen an den Arbeitsplätzen sind so nötig wie überfällig: Interessenvertretungen können die Beschäftigten aufklären, sensibilisieren, sie gezielt befragen und mitnehmen im Prozess, die Arbeitsqualität zu verbessern. Systematische Verfahren und Regelungen werden am besten in Betriebsvereinbarungen gegossen. Nicht nur Arbeitswissenschaftler und Fachärzte fordern, dass bei der Behandlung und den therapeutischen Ansätzen der Arbeitsplatzbezug viel stärker betont werden muss. Denn es funktioniert nicht, psychisch angeschlagene Menschen wieder fit zu machen und sie zurück ins "Hamsterrad" zu schicken. Vor der Reintegration in den Beruf sind die Umstände am Arbeitsplatz gründlich zu prüfen – und zu verändern, am besten per Gefährdungsbeurteilung. Erkrankte brauchen rasche, effektive Hilfe, damit sie zum richtigen Facharzt, einer Selbsthilfegruppe, Therapie oder Klinik finden. Faire Führungskräfte, Beratung und Begleitung im Betrieb oder in der Dienststelle, ein gutes Betriebliches Eingliederungsmanagement, interne und externe Unterstützungsnetzwerke – all das ist heutzutage wichtig. Den Menschen steht tagtäglich vor Augen: Der Erwartungsdruck steigt, jeder hat nur eine Gesundheit. Ist die verschlissen, bietet unsere Gesellschaft kaum noch reizvolle Optionen an. Mehr dazu in unserer Mai-Ausgabe.

Für die Arbeit zu alt, für die Rente zu arm?

Das "Einheits-Modell Rente mit 67" ist wirklichkeitsfern. Hitze, körperliche Belastungen, Über-Kopf-Arbeit: Wer als Schweißer oder in der Autoproduktion malocht, ist oft schon nach 20 Berufsjahren gesundheitlich angeschlagen. Deshalb fordert die IG Metall Korrekturen: in der Rentenpolitik, beim präventiven Arbeits- und Gesundheitsschutz sowie bei der altersgerechten Arbeitsgestaltung. Die muss endlich vorankommen, die Arbeitgeber sind in der Pflicht. Mehr dazu in unserer Mai-Ausgabe.

Hessisches Arbeitsschutzforum: Prävention und Arbeitsschutzziele voranbringen

Wie setzt man Programme der Gemeinsamen Deutschen Arbeitsschutzstrategie in betriebliches Handeln um? Können Theorie und Praxis so miteinander verzahnt werden, dass alle Beteiligten etwas davon haben? Das Hessische Arbeitsschutzforum hat sich darum bemüht und vorzeigbare Akzente gesetzt. Seit 2008 fungiert der Arbeitskreis "Gesundheit im Betrieb" als hessisches Arbeitsschutzforum und bringt alle Beteiligten zusammen. Mehr dazu in unserer Mai-Ausgabe.

DGB-Bildungswerk: Das Projekt "Neue Wege im Betrieblichen Eingliederungsmanagement"

Das Betriebliche Eingliederungsmanagement (BEM) dient der beruflichen Integration länger erkrankter Beschäftigter. Seit der Regelung im Sozialgesetzbuch IX ist es eine Pflichtaufgabe der Arbeitgeber, die Teilnahme der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer am Verfahren ist hingegen freiwillig. Obwohl das Eingliederungsmanagement seit 2004 gesetzlich geregelt ist, existieren noch immer viele weiße Flecken in Betrieben und Dienststellen: Ein BEM wird nicht angeboten oder es wird nicht im Sinne des Gesetzes gehandelt. Das DGB-Bildungswerk sucht in einem Projekt neue Wege für das BEM, es nennt Mindeststandards und verfolgt das Ziel, bereits betrieblich praktizierte BEM-Verfahren zu verbessern. Mehr dazu in unserer Mai-Ausgabe.

Ausbildung und Gesundheitsschutz: Eine berufliche Zukunft in der Baubranche

Das Fundament für einen guten betrieblichen Arbeitsschutz legt man am besten in der Ausbildung: mit Information, Sensibilisierung und dem Wecken der Verantwortung. Im Baugewerbe sind die Unfallquoten zwar rückläufig, aber immer noch mehr als doppelt so hoch wie im Durchschnitt aller Branchen. Fast jeder zweite tödliche Unfall passiert auf dem Bau, das Image der Branche leidet. Zudem vergraulen belastende Arbeitsbedingungen und ein erhöhtes Rentenalter den Nachwuchs. Ein Forschungsprojekt der Bergischen Universität Wuppertal hat Arbeitsschutzdefizite der Branche ausgewertet und Konsequenzen abgeleitet. Den Beitrag über die Ergebnisse im Mai-Heft können Sie hier auch online lesen.

Weitere Themen im Mai

Die Ausgabe 5/2012 bietet weitere Beiträge zu aktuellen Themen wie:

  • Gallup-Studie: Auch 2011 fällt die Arbeitszufriedenheit gering aus
  • Der öffentliche Dienst – eine Dauerbaustelle des Arbeitsschutzes
  • DGB-Index Gute Arbeit: Zu hohe Fehlbelastungen in Erziehung und Unterricht
  • EU Studie: Unternehmen profitieren vom Arbeitsschutz
  • Arbeitsmediziner auf der Seite der Tabakindusterie

Die Ausgabe 5/2012 enthält außerdem wieder Buchtipps, zahlreiche Kurzmeldungen und Hinweise auf Seminare, Kongresse und Veranstaltungen, die sie hier auch online lesen können.