Die Februar-Ausgabe

unserer Zeitschrift beschäftigt sich mit dem Thema "Mit 55 verschlissen, mit 67 in Rente"

Mehr über die Februarausgabe 2010

Mehr durch Mausklick auf das Titelbild.

Video zu Gute Arbeit

Lothar Schröder und Hans-Jürgen Urban zu Gute Arbeit: Video als Flash- oder MP4-Film starten.

Krisenopfer Gute Arbeit?

In der Krise muss jeder Arbeitsplatz verteidigt werden, aber auch die Arbeitsqualität darf nicht unter die Räder kommen. Das neue Jahrbuch Gute Arbeit 2010 liefert dazu Analysen, Daten und Debattenbeiträge und stellt unterschiedliche strategische Lösungsansätze zur Diskussion. Weitere Infos und Bestellmöglichkeiten unter www.gute-arbeit-praxis.de.

Handbuch

Was gehört zu guter Arbeit? Und wie lässt sie sich im Betrieb durchsetzen? Welche Instrumente und guten Praxisbeispiele gibt es? Darum geht's in diesem neuen Handbuch vom Projekt "Gute Arbeit" beim Vorstand der IG Metall. [Mehr]

Neu im Februar 2010

Mit 55 verschlissen, mit 67 in Rente?

Für das Gros der Beschäftigten ist es eine Utopie, auch nur bis 65 zu arbeiten. Nur jede/r Zehnte schafft das und nur jede/r Dritte geht aus einem stabilen Arbeitsverhältnis in die Rente. Weder der Arbeitsmarkt noch die Arbeitsbedingungen erlauben es den Menschen, ohne soziale Nachteile und gesundheitliche Risiken bis zum Erreichen des 67. Lebensjahres zu arbeiten. Der Gesetzgeber hat es sich einfach gemacht: Aber die Regelaltersgrenzen zu erhöhen und Vorruhestandsregelungen abzuschaffen bedeutet, das Pferd von hinten aufzuzäumen. Das führt zur Rentenkürzung, aber ein längeres gesundes und sozial abgesichertes Arbeitsleben folgt daraus nicht. Für die Rente mit 67 bestehen keinerlei reale Voraussetzungen. Mehr dazu in der Februar-Ausgabe. Unser Interview mit DGB-Vorstandsmitglied Annelie Buntenbach zur Rente mit 67 können sie hier auch im Volltext lesen.

Jung, benachteiligt, prekär beschäftigt

Alle reden vom demografischen Wandel. Mit Recht. Die Erwerbsbevölkerung altert, es rücken weniger Junge nach. Das Paradoxe daran: Trotzdem fassen junge Leute unter 30 in der modernen Arbeitswelt nur schwer Fuß. Eine Sonderauswertung des DGB-Index Gute Arbeit zeigt: Die Jungen arbeiten häufig befristet, in Leiharbeit und werden schlecht bezahlt. Das mindert ihre Teilhabechancen, ihre Vorsorgefähigkeit und ihre Zukunftsperspektiven. Viele leiden unter ungünstigen Arbeitsbedingungen und haben bereits regelmäßig Gesundheitsbeschwerden. Lesen Sie dazu unseren Bericht in der Printausgabe.

Psychische Leiden nehmen weiter zu

Um die Gesundheit in Zeiten der Krise steht es nicht besonders gut. Zwar ist der Krankenstand weiterhin niedrig und weist seit 2007 nur ganz leichte Zunahmen auf. Der soeben veröffentlichte Gesundheitsreport 2009 des Bundesverbandes der Betriebskrankenkassen hat die aktuellen Trends genauer untersucht. Sein Thema: „Gesundheit in Zeiten der Krise“. ER belegt u. a. eine weitere deutliche Zunahme bei den psychischen Erkrankungen. Doping am Arbeitsplatz nimmt ebenfalls weiter zu. Seit 2004 haben sich die Verordnungen von Antidepressiva in manchen Berufen verdoppelt. Mehr dazu in der Februar-Ausgabe.

Eingliedern statt ausgrenzen

Nur gut ein Viertel der Arbeitgeber ist im Bilde, wenn der Begriff Betriebliches Eingliederungsmanagement fällt. Eine DGB-Tagung suchte Lösungen: Was hilft Arbeitgebern und Interessenvertretungen, wenn es in kleineren und mittleren Betrieben an Zeit und Eingliederungskompetenz mangelt? Die Antwort ist in § 12 SGB IX zu finden: Regionale Arbeitsgemeinschaften, die als effektive Beratungsnetzwerke mit den Betrieben inklusive (integrierende) Personalstrategien entwickeln. Lesen Sie dazu unseren Beitrag auf unseren Spezialseiten „Prävention & Teilhabe“ im Februarheft.

Ausschuss für Arbeitsmedizin: Mehr Bürokratie statt weniger

Seit einem knappen Jahr ist der neu gebildete Ausschuss für Arbeitsmedizin dabei, die Verordnung zur Arbeitsmedizinischen Vorsorge zu konkretisieren. Für die Praxis tragfähige Ergebnisse liegen aber allenfalls in Ansätzen vor: Die vom Bundesarbeitsministerium durchgesetzte Struktur des Ausschusses ist problematisch, und in den bisherigen inhaltlichen Debatten zeigen sich bürokratische Hürden, Kommunikationsmängel und ungelöste Abstimmungsprobleme mit anderen Ausschüssen. In der Februar-Ausgabe zieht Petra Müller-Knöß eine erste Bilanz.

REACH und der Arbeitsschutz

Am 1. Dezember 2010 läuft im Rahmen von REACH die Frist für die Registrierung von Stoffen mit mehr als 1000 Tonnen Herstellungsmenge pro Jahr aus. Danach wird es für viele Stoffe und Gemische neue Sicherheitsdatenblätter mit zusätzlichen Informationen oder auch neue Informationsquellen geben. Den Betrieben werden so zusätzliche Informationen zur Verfügung stehen, die sie für eine gezielte Verbesserung des Arbeitsschutzes bei Tätigkeiten mit chemischen Stoffen nutzen sollten. Zu ihrer Unterstützung hat der Ausschuss für Gefahrstoffe hierzu den Leitfaden „Nutzung der REACH-Informationen für den Arbeitsschutz“ erarbeitet. Im Februarheft erläutert Henning Wriedt, wie dieser Leitfaden in der betrieblichen Praxis genutzt werden kann.

Weitere Themen im Februar

Die Ausgabe 2/2010 bietet weitere Beiträge zu aktuellen Themen wie

  • Gesundheitsrisiken durch Nanoprodukte im Bausektor
  • Zum Stand von Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit: Der neue Bericht der Bundesregierung
  • Überkopfarbeit und Schultererkrankungen

Die Ausgabe 2/2010 enthält außerdem wieder zahlreiche Kurzmeldungen, Buchtipps und Hinweise auf Seminare, Kongresse und Veranstaltungen, die sie hier auch online lesen können.