Die Januarausgabe

beschäftigt sich mit der Zukunftsaufgabe ArbeitsschutzZur Januarausgabe

Mehr durch Mausklick auf das Titelbild.

Zeitbombe Arbeitsstress - Befunde, Strategien, Regelungsbedarf

Die Zeitbombe Arbeitsstress tickt. Jede/r zweite Beschäftigte leidet heute unter starkem Zeit- und Termindruck. Arbeitszeiten laufen wieder aus dem Ruder. Chronische Erschöpfung, Burnout & Co. machen sich breit. Depressionen und andere psychische Erkrankungen haben dramatisch zugenommen. Doping am Arbeitsplatz gehört zum Alltag. Die exzessiv vernutzte Arbeitskraft wird zum Wegwerfartikel. Sie soll viel leisten und möglichst wenig kosten. Aufschwung – das ist vor allem die Konjunktur der schlechten, unsicheren Jobs.

www.gute-arbeit-praxis.de.

Video zu Gute Arbeit

Lothar Schröder und Hans-Jürgen Urban zu Gute Arbeit: Video als Flash- oder MP4-Film starten.

Neu im Januar 2012

Zukunftsaufgabe Arbeitsschutz

Arbeitsschutz als Zukunftsaufgabe gewinnt an Bedeutung. Das zeigen die regelmäßigen Befragungen des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts in der Hans-Böckler-Stiftung unter Betriebs- und Personalräten. Der Stellenwert des Arbeits- und Gesundheitsschutzes ist dabei immer weiter nach oben gerückt. Das hat gute und vielfältige Gründe: Auch nach dem vorläufigen Ende der Krise sind die Arbeitsbelastungen größer geworden, haben unsichere und somit auch belastende Arbeitsbedingungen weiter um sich gegriffen. Arbeitsschutz als Zukunftsaufgabe ist insofern etwas sehr Vielfältiges und Facettenreiches. Einige dieser Facetten, die auf der vergangenen A+A in Düsseldorf eine Rolle spielten, werden in der Januarausgabe vorgestellt. So beispielsweise das Thema der ausgeprägten psychischen Belastungen im Lehrerberuf. GEW-Vorstandsmitglied Anne Jenter berichtet, wie sich ihre Gewerkschaft hier für eine ganzheitliche Gefährdungsbeurteilung unter Einschluss der psychischen Belastungen engagiert. Iris Becker stellt die IG Metall-Initiative "Gute Arbeit im Büro" vor. Betriebsrat Oliver Meier beschreibt, wie in seinem Betrieb die nicht ganz leichte Aufgabe begonnen wurde, die DGUV Vorschrift 2 mit ihren anspruchsvollen Zielsetzungen anzuwenden. Und wie sie auch genutzt werden kann, um dem Psychostress am Arbeitsplatz zu Leibe zu rücken. Norbert Kluger stellt ein interessantes Projekt aus dem Bereich des Gefahrstoffschutzes vor: Nämlich wie es gelingen kann, die notwendigen Sicherheitsinformationen zu Baustoffen über die ganze Lieferkette vom Produzenten bis zum Endabnehmer zur Verfügung zu stellen. Mehr dazu im Januarheft.

Arbeitsunfälle: Mit der Konjunkturbelebung nahm die Unfallhäufigkeit wieder zu

Nachdem die Unfallhäufigkeit im Krisenjahr 2009 zurückgegangen war, stieg sie im Folgejahr 2010 mit der konjunkturellen Belebung wieder an, und zwar sowohl bei den gewerblichen Berufsgenossenschaften als auch bei den Unfallversicherungsträgern der öffentlichen Hand. Auch bei den tödlichen Unfällen ging die Unfallquote leicht nach oben. Auf sehr lange Sicht hat das Risiko eines Arbeitsunfalls seit den 1960er Jahren allerdings deutlich abgenommen. Gute Arbeit-Autor Uwe Lenhardt analysiert das Unfallgeschehen auf der Basis der Daten der gesetzlichen Unfallversicherung. Lesen Sie dazu hier unseren Beitrag aus dem Januarheft.

Arbeitsschutz – ein weißer Fleck auf der Landkarte

Mehr als die Hälfte der Kleinunternehmer kennt kein einziges Gesetz zum Thema Arbeitsschutz. Die im Arbeitssicherheitsgesetz geregelte sicherheitstechnische und betriebsärztliche Betreuung ist den allermeisten Geschäftsführungen kleiner Betriebe nahezu unbekannt. In drei von fünf Betrieben weiß die Leitung nichts von einer Gefährdungsbeurteilung. Solche Ergebnisse einer jetzt veröffentlichten Befragung der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin stimmen bedenklich. Wir fassen die Ergebnisse der Studie im Januarheft zusammen.

Basisarbeit und Beratung

Den demografischen Wandel hat Joachim Rometsch in seiner Eigenschaft als Gesamtvertrauensperson ständig im Blick. Er arbeitet in Balingen in einem Produktionsbetrieb für Sägeblätter. Eine Schwerbehindertenvertretung gibt es dort seit 20 Jahren. Gerade körperlich schwer arbeitende Beschäftigte in einer älter werdenden Belegschaft brauchen eine Instanz, die sich für gute Arbeitsgestaltung, Arbeitsplatzhilfen und Arbeitserleichterungen einsetzt. Mehr dazu in unserer Rubrik "Prävention & Teilhabe" im Januarheft.

Was sind eigentlich Nanomaterialien?

Viele Fragen im Zusammenhang mit der inzwischen weit verbreiteten Herstellung und Verwendung von Nanomaterialien noch ungeklärt. Wer damit arbeitet, fühlt sich oft schlecht informiert. Henning Wriedt gibt im zweiten Teil seines Beitrags im Januarheft einen Überblick darüber, welche Eigenschaften Nanomaterialien haben, wie die von ihnen ausgehenden Risiken einzuschätzen sind und welcher Regelungsbedarf dazu besteht.

Weitere Themen im Januar

Die Ausgabe 1/2012 bietet weitere Beiträge zu aktuellen Themen wie

  • Bauwirtschaft: Arbeitsschutz soll besser werden
  • Werkverträge – die neue Prekarität
  • DGB-Index Gute Arbeit im Betrieb
  • Lärmprävention in Büro und Produktion

Die Ausgabe 1/2012 enthält außerdem wieder Buchtipps, zahlreiche Kurzmeldungen und Hinweise auf Seminare, Kongresse und Veranstaltungen, die sie hier auch online lesen können.